Für uns aufgeschrieben

(wechselnde Bibelworte):
HERR, du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin;
wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war. Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich´s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.

(Psalm 139)

 

.

 

Der Taufstein in St. Jacobi und die Feier der Taufe in der Jacobikirche

Taufstein in St. Jacobi 13. Jh.

In seiner Pommerschen Kunstgeschichte schreibt Franz Kugler 1840: „Einen einfachen colossalen Taufstein … sah ich in der Jacobikirche zu Greifswald.“ Da steht er seit dem 13. Jahrhundert und wird noch lange dort stehen. Es ist der einzige erhaltene mittelalterliche Taufstein in den Greifswalder Kirchen und ist zweiteilig aus Granit gearbeitet.

Viele Jahrhunderte wurden die Neugeborenen in diesem Taufstein ganz untergetaucht, heute liegt auf ihm eine bronzene Schale, aus der zur Taufe das Wasser mit der Hand geschöpft und über den Kopf des kleinen oder großen Täuflings fließt.

Eine Taufe ist für uns immer ein Höhepunkt im Gottesdienst. Wird in ihr doch deutlich, wie sehr Gott Ja zu einem Menschen sagt. Ja, ich werde dich in deinem Leben begleiten. Ja, ich werde deinem Leben einen guten Sinn geben.Ja, du gehörst zu mir für alle Zeit und Ewigkeit.

Und Ja sagt auch der Mensch, der getauft wird, zu Gott. Er bekennt sich zu Gott als dem Schöpfer der Welt und seines Lebens, zu Jesus Christus als Gottes Sohn, dem es nachzufolgen gilt, und zum Heiligen Geist, der ihn glauben lässt, immer wieder liebend, hoffend, tröstlich.

Weil kleine Kinder das zwar auch wollen, es aber noch gar nicht sagen können, bekennen die Paten und die ganze Gemeinde (oft mit Mutter, Vater oder beiden Eltern des Taufkindes gemeinsam) unseren christlichen Glauben. Und später bekommen die dann groß gewordenen Kinder die Gelegenheit, dieses Bekenntnis noch einmal öffentlich auszusprechen – bei ihrer Konfirmation.

    

Fragen zur Taufe

 

Kann ich mein Kind taufen lassen, auch wenn ich nicht in der Kirche bin? Ja.

Wieviel Taufpaten hat ein Kind? Mindestens zwei.

Müssen die Taufpaten in der Kirche sein? Ja.

Wo und wann findet die Taufe statt? In der Kirche im Sonntagsgottesdienst.

Kann ich mich als Erwachsener oder Jugendlicher einfach so taufen lassen? Ja, nach dem Kennenlernen des christlichen Glaubens und dem Bekenntnis zu ihm.

Auch wenn ich aus der Jacobigeminde bin: Kann ich mich in einer anderen Kirche taufen lassen? Ja.

An wen wende ich mich, wenn ich getauft werden möchte? In der Jacobigemeinde an Pastor Mahlburg.

Kostet die Taufe in der Jacobikirche Geld? Nein.

 

 

260849